difacturo: Elektronische Rechnungen ohne Boxenstopp

Von der Steiermark aus den Rechnungsprozess revolutionieren – das ist das Ziel des FinTech-Startups difacturo. Das Team rund um Gründer Rainer Kandlhofer bietet eine Lösung, die schnell, sicher und kostengünstig elektronische Rechnungen vom Sender zum Empfänger transportieren kann – zwischen Unternehmen, aber auch an Endkunden.

Im Büroalltag läuft der Rechnungsprozess üblicherweise so oder ähnlich ab: Eine Rechnung wird digital am Computer erzeugt. Diese wird dann auf Papier ausgedruckt, per Post transportiert und danach wieder gescannt, sprich digitalisiert. Das ist weder sonderlich “grün” noch effizient. difacturo hat sich nun vorgenommen, das zu ändern.

Ein erster Einblick in das Finanz-Dashboard von difacturo.

Warum es sich für Unternehmen auszahlt, den Prozess stärker zu digitalisieren, wird ebenso klar, wenn man sich die harten Fakten ansieht: Der Rechnungsprozess ist für Unternehmen mit hohen Kosten verbunden. Auf der Seite der Rechnungserstellung entstehen Kosten von ca. 2 Euro pro Rechnung, auf der Empfangsseite sogar ca. 7 Euro. Automatisierungsprozesse (EDI) sind da oftmals aufwendig und mit hohen Implementierungskosten verbunden. Unzählige Rechnung fliegen daher erst wieder in Papierform ins Haus. Auch E-Mails sind kein Allheilmittel – sie sind oftmals nicht verschlüsselt, was den Versand vertraulicher Informationen und Geschäftsgeheimnissen praktisch unmöglich macht.

Ein dezentrales Netzwerk, um alle Arten von elektronischen Rechnungen sicher über Grenzen hinweg auszutauschen, entsteht also im Büro des Jungunternehmens. Wer üblicherweise an steirische Startups denkt, vermutet wahrscheinlich Graz und Leoben als Gründungsstandort. Rainer Kandlhofer hat sich jedoch bewusst für Gleisdorf entschieden. “Gleisdorf liegt zwischen meinem Heimatort Ilz, dem meines Co-Founders Wolfgang (Graz) und in der Nähe zur TU Graz. Gleisdorf liegt auch noch gerade noch im Einzugsgebiet der Landeshauptstadt. Gleisdorf bietet als Kleinstadt viele Vorteile, wie z.B., dass alle Weg zu Fuß erreichbar sind.”, erläutert der Unternehmer seine Standortentscheidung und ist überzeugt, auch von Gleisdorf aus die Welt vom innovativen Startup zu überzeugen.

Strahlende Gesichter: Wolfgang Lamot (CTO und Co-Founder, difacturo), Ulrich Brandner (CEO und Investor, CIB Software), Rainer Kandlhofer (CEO und Founder, difacturo), Frank Seboldt (Business Development, CIB Software).

Mit der Lösung von difacturo, so der Wunsch des Startup-Teams, sollen alle Rechnungen einen Platz finden – kostengünstig und revisionssicher. Rechnungseingangbuch und Budgetplanung inklusive. Als Rechnungsarchiv ist das auch für Privatpersonen interessant. “Unsere Motivation ist es, ein System zu schaffen, dass allen hilft, ein Problem zu lösen: endlich alle Rechnungen an einem Ort finden, nicht mehr Rechnungen suchen müssen oder verlieren.”, erklärt der charismatische Gründer.

Erfahrung sammelte das Team von difacturo bereits vor Gründung in Unmengen. Geschäftsführer Rainer Kandlhofer verfügt über 14 Jahre Erfahrung im Rechnungswesen und in der digitalen revisionssicheren Archivierung, arbeitete als Key Account und SAP-Berater. Seine Co-Founder Wolfgang Lamot (CTO), Robert Seeger (CMO) und Robert Mitwicki (Senior Developer) waren langjährig bei AVL, HP, Datenkraft oder Startups tätig. Ein Erfahrungsschatz, der ein solch großes Projekt erst möglich macht.

Für die Umsetzung hat sich difacturo dennoch Unterstützung ins Boot geholt. Mit dem Münchner Dokumente-Software-Spezialisten CIB und der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG hat das Team nun einen mittleren sechsstelligen Betrag zur Entwicklung der Plattform zur Verfügung. Ganz ohne Hürden war der Weg dorthin jedoch nicht. So manche bürokratische Hürde bremste anfangs die Dynamik. Auch die Unterstützung durch Banken blieb vorerst aus. Aber dazu meint der ambitionierte Gründer lapidar: “Einmal öfter aufstehen als hinfallen.” Anschub gaben ihm jedenfalls der Startup Playground des IdeenTriebwerk Graz, das Unternehmensgründungsprogramm des AMS in Zusammenarbeit mit der SFG oder die Einladung zum Fifteen Seconds Festival durch Up to Eleven. An Motivation für die Zukunft fehlt es Rainer Kandlhofer jedenfalls nicht: “If you can´t stop thinking about it, don´t stop working for it!”

Nicht nur auf der Rennstrecke von Spielberg ist das Team schnell unterwegs. Die Lösung wird erstmals im Frühjahr 2019 bei Pilotkunden getestet und nach einer Testphase von sechs Monaten für alle Kunden frei gegeben. Angepeilt sind zunächst Österreich, Deutschland und die Schweiz. Danach folgen weitere europäische Märkte. In 5 Jahren will das Team bereits alle Länder Europas per Partnernetzwerk abdecken. Im “Perfect Case” möchte difacturo auch staatliche Finanzbehörden für die OpenSource-Lösung begeistern.

Hier erfährst du mehr zu difacturo: www.difacturo.com.

Bilder © difacturo

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